Atlantik: Blauwasserfieber
500 Meilen hatten wir vor uns. Kurs SW. Vier Tage immer in die gleiche Richtung, Richtung Madeira. Das Wetterfenster schien gut und zusammen mit ein paar anderen Langfahrtseglern ging es los. Mal länger unterwegs sein, richtig Meilen machen. Doch erstmal herrschte beinahe Flaute. Nach den ganzen Stürmen, die durchgezogen waren, war die Dünung noch recht hoch und die seichte Brise hatte einfach nicht genug Kraft, die Segel stehen zu lassen. Mit der Zeit nahm der Wind zu und wir setzten Vollzeug. Und so entfernten wir uns Meile um Meile von der Küste. Auch wenn Genua und Großsegel recht viel Druck ins Schiff brachten, genossen wir unseren Speedrausch, davon sollten wir aber noch mehr bekommen.. Nach einigen Stunden plagte uns wie üblich die See ein wenig. Bissen um Bissen stopfen wir uns dann zwanghaft einen Happen rein und warteten. Wir wissen ja: „Morgen wird alles besser“ Und es wurde besser. Viel Sonne, guter Wind, wenig Welle, alles war perfekt. Wir rauschten ...