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Atlantik: Blauwasserfieber

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500 Meilen hatten wir vor uns. Kurs SW. Vier Tage immer in die gleiche Richtung, Richtung Madeira. Das Wetterfenster schien gut und zusammen mit ein paar anderen Langfahrtseglern ging es los. Mal länger unterwegs sein, richtig Meilen machen. Doch erstmal herrschte beinahe Flaute. Nach den ganzen Stürmen, die durchgezogen waren, war die Dünung noch recht hoch und die seichte Brise hatte einfach nicht genug Kraft, die Segel stehen zu lassen.   Mit der Zeit nahm der Wind zu und wir setzten Vollzeug. Und so entfernten wir uns Meile um Meile von der Küste. Auch wenn Genua und Großsegel recht viel Druck ins Schiff brachten, genossen wir unseren Speedrausch, davon sollten wir aber noch mehr bekommen.. Nach einigen Stunden plagte uns wie üblich die See ein wenig. Bissen um Bissen stopfen wir uns dann zwanghaft einen Happen rein und warteten. Wir wissen ja: „Morgen wird alles besser“ Und es wurde besser. Viel Sonne, guter Wind, wenig Welle, alles war perfekt. Wir rauschten ...

Cascais: Regnerische Vorfreude

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Um einen großen Batzen Geld ärmer, aber um wesentlich mehr Erlebnisse reicher verließen wir Lissabon. Mit den letzten Stunden des auslaufenden Tejos ging es zurück nach Cascais. Der Weg ging am berühmten Turm von Belém vorbei. Nur lies sich der schwer genießen, weil davor die portugiesische Marine fröhlich vor sich hin feuerte. Es knallte, blitzte und man sah gelegentlich sogar Feuer aus den Mündungen kommen. Das war auf jeden Fall ein „großes Hallo“ für Haufenweise Touristen. Wir hingegen, genossen es wieder auf See, naja eher Fluss, zu sein. Der Wind drehte mal wieder ungünstig. Doch mit der Strömung glitten wir mit bis zu neun Knoten aus dem Ria. Diesen einmal verlassen, mussten wir feststellen, dass der Wind nun fast genau von unserem Ziel kam. Doch die wenigen Meilen machte uns das Kreuzen gar nichts aus. Es war uns ein Fest mit jedem negativem Dreher zu wenden und uns Stück für Stück hoch zu luven. Auch wenn Andiamo keine Melges ist, war das Ganze ein super Zeitvertreib...

Cascais & Lissabon: Vier Tage im Großstadtdschungel

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Von Peniche ging es früh morgens, Anker auf, nach Cascais. Der Wind war mal wieder nicht so, wie vorhergesagt, aber segelbar. Mit Vollzeug(Genua & Groß) segelten wir recht hoch am Wind los. So kamen wir auf sechs bis acht Knoten fahrt. Andiamo kränkte mit zunehmendem Druck ein wenig und wir freuten uns. Einige andere Segler kreuzten unseren Weg, alle mit gerefften Segeln…Ja uns war schon klar, dass wir ein bisschen zu viel Segelfläche oben hatten, aber der Regattasegler in uns hatte gerade die Oberhand und wir jede Menge Spaß.  Dann versackten wir, wie in letzter Zeit öfter, mal wieder in einer Flaute.. Naja, es lief ja vorher ganz gut und so waren es nur noch ein paar Meilen bis nach Cascais. Nochmal angelten wir so einen kleinen Fisch. Die Portoguisen nennen ihn Cavala, also eine Makrele. Lecker. Plötzlich bekamen wir eine Nachricht, von einem Kumpel aus Stralsund. Er sei gerade mit seinem Bus in der Nähe und würde uns heute Abend besuchen. Also gingen wir nich...

Porto, Nazaré, Peniche: Häppchenweise Portugal

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Und es ging von Baiona nach Porto, unter Motor. Das war eine schauklige, aber auf jeden Fall gesellige Aktion. Trotz des Drangs zu segeln haben wir es uns ganz schön gemacht. Um dem Brummen zu entkommen, flohen wir auf das erstmals nicht überspülte Verdeck. Dort lagen wir in der Sonne und genossen Kaffe und Kuchen, naja eher Cola und Schokolade. Ansonsten war die Fahrt wenig spektakulär. Wir hielten viel Abstand von der Küste um den Anglerbojen zu entkommen -erfolglos und angelten, auch erfolglos! Wir liefen den Hafen von Leixõnes an. Der ist zwar etwas weiter weg von Porto, aber dafür günstiger. In unserem Falle gratis, weil kein Platz mehr frei war und wir im Vorhafen ankerten. Schon wieder 19€(31ft) die Nacht gespart. Außerdem schwimmt in der Marina ohne Ende Müll und es ist laut. Sehr laut, denn man ist umgeben von Industrie und fleißigen Portugiesen, die Tag und Nacht an den Stegen rum hämmern.  Sehr gut erreicht man die Innenstadt mit der Buslinie 507(direkt ...