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Mythos Biskaya
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Es gibt zwei Arten von Menschen, die über die Biskaya sprechen. Die einen verbreiten Angst und Schrecken. Ihre Geschichten, wie sie diese Hürde gemeistert haben sind gespickt mit brenzligen Situationen und jeder Menge Malheur. Es fallen immer wieder Wörter, wie Sturm, Brecher oder gefährliche Kreuzseen. Der Mythos Biskaya entsteht. Bei den anderen, meist erfahrene Blauwasser- oder Fahrtensegler, muss man erst raushören, dass sie auf ihrer Route zwangsläufig die Biskaya passiert haben müssen. Auf Nachfrage antworten sie dann nach dem Motto: „Ja klar, du nicht?“ - Ist ja kein Unding. Nun lässt man sich aber auf Grund Ersterer doch ein wenig auf die Palme bringen. Man ließt sämtliche Erfahrungsberichte und widersprüchliche Tipps. Dann entscheidet man sich für einen Ausgangsort(meist Falmouth oder Brest) und macht sich über die Route gedanken. Der Start von England aus soll den Vorteil bringen, dass man weiter draußen auf dem Atlantik ist, wo die Welle länger und entspann...
Camaret-sur-Mer: Eine außergewöhnliche Geschichte von Liebe und Erfolg
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Man hätte diesem Post viele Titel geben können: „Von einem langen Landgang“ über „Heimatreise“ bis hin zu „Lennarts Mini-Transat Kampagne“. Viel haben wir in den letzen Tagen erlebt. Daran möchten wir euch teilhaben lassen. Am Freitag Morgen, noch in völliger Dunkelheit, ließen wir unsere Andiamo an einer Mooring in Camaret-sur-Mer zurück. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Johanna und Norman von der SY Irma, die auf unsere Andiamo hervorragend aufgepasst haben. Es ging mit dem Schulbus nach Brest und dort zum Flughafen. Nur bestiegen wir da keinen Flieger, sondern einen Leihwagen. Und so ging es los: 1500 km durch die Bretagne, durch Belgien bis nach Deutschland. Wir sind solche langen Roadtrips ja durch die Melges24 Regatten gewöhnt, aber es war schon seeeehr laaaang. Nachdem wir den Hungertod durch einen viel zu teuren Mecces entkommen konnten, wurden wir in Deutschland mit unserem französischem Kennzeichen natürlich angehalten. Der Beamte schien scho...
Camaret-sur-Mer: Ein Hauch Blauwasser
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Die Sonne geht langsam unter, Der Himmel färbt sich feuerrot, Die Delfine tummeln sich munter, Wir genießen unser Abendbrot. In den Wellen der tiefen blauen See, Spiegelt sich klar der große Vollmond, Das Meer erhellt, weiß, wie Schnee, So werden wir von Dunkelheit verschont. Die Segel flattern, wie Papier im Wind, Und das Boot schwankt wild hin und her, Der Spibaum fällt klatschend ins Meer, Die Segel müssen runter geschwind. Der Wind, der dreht ein wenig, Nun ziehen wir die Segel wieder rauf, So kann es bleiben, auf ewig, Die Sonne geht langsam auf. Ja, der Törn nach Camaret-sur-Mer war wieder sehr schön. Nachdem die letzte Starkwindfront über Falmouth rüber gezogen ist, konnten wir endlich wieder segeln. Zwar nicht über die Biskaya aber immerhin segeln. So ging es Abends mit der untergehenden Sonne Richtung Süden. Wir fuhren auf fast direktem Vorwindkurs, sodass wir die Fock auf der Luvseite ausbäumen konnten. Schnell war klar, dass jetzt...
Falmouth: Bye bye England
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Elf Tage haben wir nun schon in Falmouth verbracht und es regnet immer noch. Wenn mal fünf Minuten seine Nase in die Sonne halten konnte wurde man gleich wieder mit einer heftigen Dusche bestraft. Trotzdem haben wir uns weiter auf die Biskaya vorbereitet und noch ein wenig die Umgebung erkundet. Es ging nach St. Ives. Mit der Bahn natürlich, es stürmte ja die ganze Zeit. Dort wollten wir an der Keltischen Bucht mal sehen, was der Atlantik bei Wind so vorzuzeigen hat. Nur hat natürlich der Wind gedreht, sodass wir in der Abdeckung standen und nur vom Regen nass werden konnten. Keine riesigen Wellen, aber dafür eine graue Atlantik Robbe haben wir gesehen. St. Ives war auch ganz schön, aber wir waren froh uns abends wieder in die warme Koje zu verkriechen. Nachdem wir nun noch ein paar Beschläge abgedichtet haben und einmal alles putzen konnten waren die groben Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen. Als wir uns dann gestern mit dem Dinghi an Land gingen, hatte de...
Falmouth: Zwanzig Meter underground
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Ach ja, der Wind hält uns fest im Griff, mal wieder. Dabei kamen wir so motiviert nach Falmouth. Nach den ganzen Delfinen und gemütlicher Raumwindkurse, wollten wir umbedingt schnell weiter. Falmouth sollte unser Ausgangspunkt für die sagenumwobene Biskayaüberquerung werden. Wochenlang war Wind und Wetter nahezu optimal in der Biskaya und jetzt, wo wir hier sind, zieht ein Sturm nach dem anderen durch. Aber nagut, lieber warten wir ein bisschen und haben dann wieder so eine schöne Überfahrt. Also ging es an Land. Wärmer ist es hier. Der Golfstrom lässt grüßen. Und so ging es nach den kalten Nächten auf See, jetzt in kurzer Hose durch die Stadt. Falmouth mit seinen zwanzig tausend Einwohnern ist nicht besonders groß, aber sehr belebt. Die Häuser sehen schon weniger Britisch aus. Die Straßen sind total verwinkelt, es geht ständig hoch und runter und trotz des alten, traditionellen Flairs, laufen vor allem viele junge Studenten rum. Da haben wir mal ein richtig schönes Ört...
Ärmelkanal: Delfine in Sicht
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Endlich ging es los. Morgens um drei Uhr Ortszeit hieß es „Leinen los“. Unausgeschlafen aber glücklich, endlich weiter zukommen, verließen wir Cowes. Der Aufenthalt war schön, und die Fock ist wieder ganz, doch wir hatten eine Menge Geld und Zeit da gelassen. Wir wollten einfach weiter. Wir kamen weiter und das schnell. Mit der Strömung im Rücken liefen wir mit neun Knoten aus dem Solent aus. Doch der Kanal hatte mal wieder was zu bieten: Vale wollte gerade die Segel anschlagen, als Lennart, am Steuer stehend, auf einmal hellwach war. Trotz Dunkelheit und Nebel, stachen die Wasserwände, auf die Andiamo zufuhr, wie Berge aus der zuvor glatten See. Lennart schrie: „FESTHALTEN!“ Vale bekam den Seezaun gerade noch zu fassen und schaute sich fragend um, als die anderthalb Meter hohen Brecher uns trafen. Noch ohne Segel völlig unstabil schaukelte Andiamo in der wilden Mischung aus alter Brandung und heftiger Strömung. Die sich tagelang aufgebaute Welle, noch zugespitzt, von der...